Studienfahrt nach Riga
von Holger Schröder
Vom 31. Mai bis zum 5. Juni 2026 nahmen die Auszubildenden der Bildungsgänge Kaufleute für Büromanagement sowie Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement im zweiten Ausbildungsjahr an der traditionellen Studienfahrt nach Riga teil. Die Reise in die lettische Hauptstadt bot erneut eine gelungene Kombination aus wirtschaftlichen, kulturellen und internationalen Einblicken und stellte für alle jungen Leute eine wertvolle Ergänzung ihrer beruflichen Ausbildung dar.
Bereits seit zehn Jahren gehört die Studienfahrt fest zum Programm dieser Bildungsgänge und hat sich als wichtiger Bestandteil der schulischen Ausbildung etabliert. Darüber hinaus steht die Fahrt in engem Zusammenhang mit der Zusatzqualifikation „Kauffrau/Kaufmann für internationale Geschäftstätigkeit“, die den Blick auf internationale Wirtschaftsbeziehungen und interkulturelle Kompetenzen erweitert.
Bei bestem Sommerwetter erwartete uns ein abwechslungsreiches Programm und wir lernten sowohl die historische Altstadt Rigas als auch das beeindruckende Jugendstilviertel kennen. Riga gilt als eine der bedeutendsten Jugendstilstädte Europas und beeindruckt mit zahlreichen prachtvoll verzierten Fassaden. Die Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, vermittelte zudem spannende Einblicke in die Geschichte und Entwicklung der baltischen Metropole.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des berühmten Zentralmarktes. Die ehemaligen Zeppelin-Hangars beherbergen heute einen der größten und vielfältigsten Märkte Europas.
Für einen Ausflug an die Ostseeküste führte die Studienfahrt in das nahegelegene Naherholungsgebiet Jurmala. Der traditionsreiche Badeort ist für seine langen Sandstrände, die charakteristischen Holzhäuser und seine Bedeutung als Erholungszentrum bekannt. Bei strahlendem Sonnenschein bot sich die Gelegenheit, die besondere Atmosphäre der lettischen Küstenregion kennenzulernen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Fahrt lag auf wirtschaftlichen Themen. So erhielten die Auszubildenden bei einem Vortrag der Deutsch-Baltischen Handelskammer interessante Einblicke in die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den baltischen Staaten. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen, Handelsbeziehungen sowie Chancen für Unternehmen und Fachkräfte im internationalen Umfeld vorgestellt. Die Veranstaltung verdeutlichte die zunehmende Bedeutung grenzüberschreitender wirtschaftlicher Zusammenarbeit innerhalb Europas.
Zu den Höhepunkten der Reise zählte außerdem der Besuch der traditionsreichen Schokoladenfabrik Laima, einer der bekanntesten Süßwarenhersteller des Baltikums. Neben spannenden Informationen zur Unternehmensgeschichte und Produktion konnten die Auszubildenden in einem Workshop selbst kreativ werden und eigene Pralinen herstellen. Dieser besondere Programmpunkt wurde durch die großzügige Unterstützung des Fördervereins unserer Schule ermöglicht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.
Die Reise wird auch künftig ein fester Bestandteil unserer Bildungsgänge bleiben und jungen Menschen die Möglichkeit bieten, Europa über den Unterricht hinaus aktiv zu erleben.