Wenn Bilderkennung einen Roboter in Bewegung setzt
von Christian Ene
Wenn Bilderkennung einen Roboter in Bewegung setzt
Wie aus einem Kamerabild eine Aktion wird, zeigten Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik mit dem Schwerpunkt Informationstechnik auf der diesjährigen Ausbildungsmesse. An ihrem Stand verbanden sie KI gestützte Bilderkennung mit einem Robotersystem und machten so einen automatisierten Ablauf für Besucherinnen und Besucher erlebbar.
Im Mittelpunkt stand der „Attribut-Erkenner“: Eine Kamera erfasste die Person vor dem Bildschirm, und eine KI prüfte, ob sie eine Brille trug. Abhängig vom erkannten Merkmal wurde eine Reaktion ausgelöst. Ein DOBOT E6 Cobot betätigte daraufhin den passenden Brillenzähler. Auf einem zweiten Bildschirm war zu sehen, wie viele Personen mit und ohne Brille bereits erfasst worden waren.
Der Brillenzähler war bewusst spielerisch gestaltet. Technisch zeigte die Vorführung jedoch eine wichtige Kette der Automatisierung: Ein Bild wird aufgenommen, ein Merkmal daraus erkannt, das Ergebnis als Entscheidung genutzt und schließlich in eine Bewegung des Roboters umgesetzt. Nach demselben Prinzip lassen sich in der Praxis beispielsweise Gegenstände prüfen, sortieren oder einem nächsten Arbeitsschritt zuordnen.
Auch weitere Aufbauten am Stand gaben Einblick in die Robotik und ihre Programmierung. Die Schülerinnen und Schüler zeigten damit anschaulich, wie Software, Sensorik und Mechanik zusammenwirken – und wie aus einer Idee ein funktionierendes technisches System entsteht.